Archiv - Rabbinische Kommentare
Tu Bischwat
Die Besser-EsserVon Rabbinerin Gesa Ederberg
Sich bewusst zu machen, dass Nahrung keine Selbstverständlichkeit ist, sondern dass es menschlicher Arbeit und göttlicher Kraft bedarf, ist Sinn und Zweck des einfachsten jüdischen Gebetes, jeder Bracha, die wir vor dem Essen sprechen. Die Notwendigkeit des Nachdenkens ist schon gegeben, wenn wir wissen müssen, ob eine bestimmte Frucht aus der Erde stammt oder am Baum wächst.
...
Lesen Sie mehr...
Leben auf Vorschuss
Nur wer übers Ohr gehauen wurde, hat Anspruch auf Schuldenerlass, sagen die RabbinenVon Rabbiner Walter Homolka
Die Finanzkrise der letzten Jahre geht von einer Welle zur anderen. Brach zunächst der US-Immobilienmarkt zusammen, weil immer weniger Schuldner ihre Hypotheken für ihre Eigenheime abzahlen konnten, hatte dies starke Auswirkungen auf die Stabilität der Banken. Diese hatten das Risiko ungenügend abgesicherter Hypothekenschulden...
Lesen Sie mehr...
Erwartungen der „Gottesteilchen“ – schon in 2012?
Von Rabbiner Tom KučeraEine alte chassidische Tradition erachtet die Tora als geheimnisvoll, weil sie neben dem sichtbaren Text der Buchstaben auch den unsichtbaren Text des weißen Hintergrunds enthalte. Dementsprechend kann behauptet werden: Als die Tora dem Menschen die Eroberung der Erde auftrug, mag sie an den breiteren kosmischen Kontext gedacht haben, der viel später zum Vorschein kam: Erde, Sonnensystem, Milchstraße, Galaxiengruppen, Superhaufen –...
Lesen Sie mehr...
Unverbindliche Feiertage?
Von Rabbiner Andreas NachamaFeiertage unterscheiden sich von Werktagen dadurch, dass sie eine bestimmte inhaltliche Bedeutung haben. Feiertage grenzen sich von gemeinen Werktagen ab, aber sie sind auch auf Personengruppen oder Territorien beschränkt. »President’s Day« hat für die Bewohner der USA eine Bedeutung, wir in Deutschland vernehmen an diesem Tag nur in den Börsennachrichten, dass die Wall Street an diesem Tag keinen Handel treibt. So...
Lesen Sie mehr...
Namensgebung für ein Mädchen
Von Rabbinerin Elisa KlapheckBis in die 70er Jahre schienen die Gottesdienste, also das was da vorne am Pult in der Synagoge in Hebräisch gesprochen und getan wurde, vor allem eine Männersache zu sein. Dann begann eine jüdische Frauenbewegung, Gleichberechtigung zu fordern bis hin zu dem Punkt, dass Frauen auch Rabbinerinnen werden können. Zugleich brach ein Strom an Kreativität frei für Rituale, welche nunmehr auch die entscheidenden Momente im...
Lesen Sie mehr...
Unsere parallele Welt
Sind Juden hierzulande integriert? Im Prinzip ja – aber auf ihre ArtVon Rabbiner Walter Rothschild
Alle reden von Integration. Das will ich jetzt auch tun. Von der Materie verstehe ich einiges. Ich lebe als Engländer, als Jude und als Rabbiner in Deutschland – Stalin hätte mich einen »wurzellosen Kosmopoliten« genannt. Ich kenne Deutschland und seine Nachbarn gut. Allein in den vergangenen Wochen bin ich in Baden-Württemberg,...
Lesen Sie mehr...
Profis sind gefragt
Von Rabbiner Andreas NachamaDie Trennlinie zwischen Religionsgemeinschaften und Staat in Deutschland ist inhaltlich strikt, rechtlich bedingt und praktisch kaum wahrnehmbar gezogen. Dies findet in Staatsverträgen seinen sichtbaren Ausdruck, denn Religionsgemeinschaften, die gesetzte staatliche Bedingungen erfüllen, werden wie öffentliche Einrichtungen subventioniert.
Die Professionalisierung des öffentlichen Lebens in Deutschland hat dazu geführt,...
Lesen Sie mehr...
Schützen und stützen
Warum stabile Familien so wichtig für das menschliche Miteinander in einer Gesellschaft sindVon Rabbinerin Gesa Shira Ederberg
Wenn es um gesellschaftliche Debatten geht, ist ein Begriff derzeit in aller Munde: Familie. Und er wird inhaltlich der jeweiligen Diskussion angepasst. Fragt man nach dem Ursprung der Brutalität und Kriminalität von Jugendlichen, heißt die Antwort umgehend: die Familie. Wird ein neuer Fall bekannt, dass ein...
Lesen Sie mehr...
Naturgesetz oder göttliche Kraft
Welche Erkenntnisse kann das Urknall-Experiment bringen?Von Rabbiner Tom Kucera
Eine der ersten Mizwot, die in der Tora erwähnt werden, lautet: „Füllet die Erde und bezwingt sie“ (1. Buch Moses 1,28). Die Bezwingung (hebr. Kibusch) der Erde fordert das Verständnis nicht nur ihrer Struktur und der auf ihr herrschenden Gesetze, sondern auch das Verständnis ihrer Entstehung. Die wiederum ist mit der Entstehung des gesamten Universums...
Lesen Sie mehr...
Wehrpflicht
Von Rabbinerin Elisa KlapheckNochmal zur Bundeswehrreform. Die allgemeine Wehrpflicht war nicht erst seit der Französischen Revolution eine Errungenschaft der Demokratie. Schon der Talmud debattierte über die Verantwortung ALLER in einer Kriegssituation.
Wird das eigene Land angegriffen, müssen alle Bürger und Bürgerinnen – ja, auch die Frauen – es verteidigen. Im Talmud steht: „Bei einem gebotenen Krieg zieht ein jeder...
Lesen Sie mehr...
Konversionsgesetz
Die Frage, wer Jude ist, sollte in Israel und der Diaspora pragmatisch beantwortet werdenVon Rabbiner Andreas Nachama
Wieder einmal gibt es einen heftigen Disput zwischen Israel und der Diaspora um religiöse Grundsatzfragen. Im Mittelpunkt steht ein Gesetz, das von der israelischen Partei Israel Beitenu eingebracht wurde. Konkret geht es um die Einlösung eines Wahlversprechens an etwa 300.000 russischsprachige Zuwanderer, die nach halachischer Sicht nicht als...
Lesen Sie mehr...
Rabbiner & RabbinerinnenStrömungenPositionenBet DinPublikationenLinksImpressum |
Home![]() © Allgemeine Rabbinerkonferenz |


